Bell & Fletsch ermitteln

Ein Detektiv-Team ohne Fälle? – Was ist denn das für ein Quatsch! Nun ja, Quatsch ist das schon, aber was für ein herrlicher Quatsch! Ich darf vorstellen:

Philip Ardagh „Bell & Fletsch ermitteln – Auf falscher Fährte“

Bianca Bell geht noch zur Grundschule, und Fletsch ist ein fluffiger Mischlingshund, und zusammen lösen sie in diesem Buch gleich drei rätselhafte Fälle! – wobei zugegeben – das rätselhafteste an den Fällen ist wohl, dass es sie womöglich gar nicht gibt. Von solchen Lappalien lässt sich das dynamische Duo aber zum Glück nicht im geringsten beirren. Denn, wie Fletsch so schön sagt, oder vielleicht eher schön bellt: „Das, was NICHT da ist, ist oft genauso wichtig wie das, was da ist.“

Wer jetzt meint, das sei wirr, der irrt – es ist witzig!

Das macht schon richtig gute Laune, wenn man mit dabei sein darf, wie Bell und Fletsch unermüdlich und mit erstaunlicher Logik die kniffligsten Fälle bearbeiten, und so ganz nebenbei eine dicke Dame vor dem Platzen retten, einem diebischen Clown das Handwerk legen und sogar grimmige Piraten in die Flucht schlagen. Klar, ganz nebenbei entsteht bei ihren Ermittlungen ein klein wenig Chaos, aber das lässt die zwei abgebrühten Profis natürlich völlig kalt.

Durch dieses, im übrigen sehr passend illustrierte Detektiv-Standardwerk geschult im messerscharfen Kombinieren, folgere ich: unbedingt lesens- oder vorlesenswert für alle kleinen und großen Detektive von 6 – 99.

Und das beste ist, für Ende November ist ein zweiter Band angekündigt. WAU!J

Peter Kretzer