„Das Grab im Moor“ von Val McDermid

Drei Fälle auf einmal

Gleich drei Fälle hat Karen Pirie in diesem Roman von Val McDermid zu lösen. Da sind zwei Altfälle, die es zu klären gilt. Außerdem schnappt Pirie zufällig ein Gespräch auf, hat den Verdacht, dass da ein raffinierter Mord geplant sein könnte, der dann auch passiert.

Einer der Altfälle ist besonders interessant. Es spielt eine alte Schatzkarte eine Rolle. Der Schatz (zwei alte Motorräder) wird gefunden. Dabei ist aber eine durch die Konservierung im Torfmoor gut erhaltene Leiche. Kompliziert wird es, als sich herausstellt, dass die Leiche viel jüngeren Datums ist als die vergrabenen Motorräder.

Karen Pirie trauert noch um Phil, ihren ehemaligen Vorgesetzten und Liebhaber. Von der neuen Vorgesetztenbekommt sie einen Polizisten zugewiesen, der sie ausspionieren soll.

Eine neue Beziehung zu einem hilfsbereiten Highlander bahnt sich auch eventuell an.

Man sieht, es gibt viel zu verarbeiten in dem neuen Roman von McDermid. Dieser Roman ist Teil einer Reihe um die Ermittlerin Karen Pirie. Bisweilen hat man den Eindruck, dass in einer solchen Reihe, die Qualität nachlässt. Ein Eindruck, den man bei McDermid in diesem Buch jedenfalls nicht hat. Es ist gut zu lesen. Die Personen sind gut gezeichnet. Es gelingt ihr, dass man der Handlung trotz der unterschiedlichen Fälle gut folgen kann. Und was bei einem solchen Roman natürlich besonders wichtig ist, er ist spannend.