Klaus-Peter Wolf: Rupert undercover – Ostfriesische Mission

Wer die Ostfrieslandkrimis von Klaus-Peter Wolf kennt, der kennt auch Rupert, den äußerst selbstbewussten Frauenaufreißer in der Polizeistation in Norden. Nun ja, manchmal ist er etwas doof, wenn seine Hormone mit ihm durchgehen, aber im Grunde liebt er doch nur seine Beate und ist auch ganz nett, wenn er genug Currywurst bekommt! Auch im Sauerland haben die Krimis von Klaus-Peter Wolf viele Fans, man fühlt sich direkt an die Nordseeküste versetzt. Einige seiner Bücher wurden schon für das ZDF verfilmt, dort spielt Barnaby Metschureit den Rupert.

Nun soll Rupert völlig überraschend einen Gangsterboss spielen, der aussieht wie er, im Auftrag des BKA. Und dieser Gangster Frederico Müller-Gonzales ist Weinkenner, Vegetarier und Kunstliebhaber… Alles so gar nicht Ruperts Ding! Doch alles wird gut, als er eine hübsche Miet-Ehefrau an die Seite gestellt bekommt. Da kann ihm keiner das Wasser reichen…

Das Buch ist ein herrlicher Spaß, natürlich mit allen bekannten Figuren aus den Ostfrieslandkrimis. Wie immer bei Wolf ist es gut lesbar geschrieben. Manchmal gehen mit Wolf allerdings die Pferde der Phantasie durch, dann wird es brutal und manchmal auch albern. Trotzdem ist das Buch auch spannend. Leider endet es mit einem kleinen Cliffhanger, was ich so gar nicht mag. Man darf also auf Nachfolgebände hoffen.

Insgesamt ein echtes Lesevergnügen für sonnige und verregnete Urlaubstage, egal, ob in Ostfriesland oder auf Balkonien!